Die drei Farben der Gemeinschaft

heißt der Kurs, der am 07. Januar 2018 beginnt. In 8 Gottesdiensten und in 8 Kleingruppen gehen wir der Frage nach, was gute Gemeinschaft ausmacht und was gute Gemeinschaft zerstört. Dabei werden wir uns mit den sieben Todsünden auseinandersetzten, die eine Typologie darstellen. Es handelt sich um ein einfaches und doch wohl durchdachtes System zur Beschreibung menschlicher Verhaltensweisen. Die 7 Todsünden sind auf vielfache Weise aufeinander bezogen und miteinander verwoben. Sie kombinieren sich miteinander und potenzieren sich sowohl in negativen als auch in positiven Synergien. Denn hinter jeder Todsünde steckt eine positive Energie, die es zu nutzen gilt. Und sie sind die Wurzel und der Stamm, aus denen alle anderen Verhaltensweisen hervorgehen, die als Sünde gelten: lügen, betrügen, intrigieren, heucheln, stehlen usw. 

Es mag manchen überraschen, weil es im ersten Moment abwegig erscheint, aber das Raster der 7 Todsünden ist auch außerhalb des religiösen Kontextes unvermindert aktuell. Es bietet nicht nur ein Instrument der Selbstbetrachtung in einem dunklen, aber doch genauen Spiegel, sondern erlaubt aus hin Zeiten zunehmender moralischer Verunsicherung eine kritische Prüfung des Zeitgeistes. Weil die Todsünden sehr offensichtlich anthropologische Konstanzen erfassen, taugen sie immer noch dazu, das Verhalten zeitgenössischer Menschen zu reflektieren und den Gestaltwandel der moralischen und ethischen Probleme ihrer Gesellschaften zu untersuchen. 

Haben wir dein Interesse geweckt?! Auch dieses Angebot steht Interessierten offen. 

Freut euch auf eine spannende Reise die beginnt mit einem einfachen aber folgenreichen Gebet von Augustinus: „Lass mich, Herr, mich selbst erkennen, auf dass ich dich erkenne.“ 

Erneuerung Leidenschaft Trägheit

Erneuerung ist eine gottgegebene Energie, die dazu führen soll, das Leben von Menschen leidenschaftlicher zu machen. Das wird in dem Maße gelingen, wie es Menschen lernen, dem Weg der Gemeinschaft zu folgen. Je stärker sie dem Weg der Isolation zuneigen, desto mehr wächst die Gefahr, dass die Konzentration auf Erneuerung am Ende zu Trägheit führt – mit zerstörerischen Auswirkungen sowohl auf persönlicher wie auf gemeinschaftlicher Ebene. Da der christliche Glaube aus zwei Polen besteht – Einatmen und Ausatmen – brauchen wir Phasen der Ruhe genauso wie Phasen der Aktivität. Kraftsportler wissen, dass Ihre Muskeln keineswegs in den eigentlichen Trainingsphasen aufgebaut werden, sondern in den Ruhephasen zwischen den Trainingseinheiten. Ziel der Erneuerung ist es, uns Kraft zu geben und unsere Leidenschaft zu steigern. In vielen christlichen Gruppen ist ein gesunder Rhythmus zwischen den beiden Polen empfindlich gestört. Menschen mit viel Energie für Erneuerung haben immense Möglichkeiten, diese Situation zu verändern.

Versorgung Bedürfnisorientierung Gier

Wenn wir auf die Bedürfnisse anderer Menschen eingehen wollen, müssen wir auch etwas haben, das wir weitergeben können. Nur wer selbst versorgt ist, kann Andere versorgen. Wer von anderen Menschen abhängig ist (weil er es versäumt hat, sich um die eigene Versorgung zu kümmern), kann auch nur wenig mit anderen teilen. Die Dinge, die wir teilen, können sowohl materieller wie nicht-materieller Art sein. Auf beiden Wegen lässt sich die Liebe Gottes zu den Menschen ausdrücken: Gott geht auf unsere ganz konkreten Nöte und Bedürfnisse ein.

Themen der Kampagne 2018

WocheThema: Wurzelsünde / EnergieTextWeitere Texte
07.-13. JanuarEinführung Sünde1.Mose 3,1-7Römer 6; Lk 10,27;
14.-20. JanuarStolz / MachtMk 10,35-45Mt 20,17-24; Joh 12; Psalm 119,67
21.-27. JanuarTrägheit / ErneuerungMt 11,28-30
28.Jan-03. FebNeid / IdentitätLk 15 / 1.Kor 12
04.-10. FebruarVöllerei / Genuss1.Kor 10,23-33
11.-17. FebruarWut / GerechtigkeitJoh 2,13-17
18.-24. FebruarGier / VersorgungMk 6,32-44
25.Feb-02. MrzWollust / IntimitätLk 7,36-39

Macht Bevollmächtigung Stolz

Menschen mit hoher Energie in "Macht" neigen zu Unzufriedenheit mit dem status quo. Sie blicken über die Bedürfnisse des Augenblicks hinaus. Sie lassen sich von Hindernissen nicht einschüchtern. Sie akzeptieren keine willkürlichen Grenzen. Sie sind bereit, Konflikte in Kauf zu nehmen, wenn dies notwendig ist, um eine Gruppe voran zu bringen. Ohne Macht kann man nicht bevollmächtigend sein. Ihr Ziel sollte deshalb niemals sein, Macht zu vermeiden, sondern sie durch einen Prozess der Bevollmächtigung auszudrücken. Bevollmächtigung ist nichts Anderes als das Weitergeben der Macht, die in uns ist.

Identität Gabenaktivierung Neid

Es ist äußerst kreativ, sich Fragen wie diese zu stellen: Wer bin ich? Was ist mein Auftrag in dieser Welt? Was macht meine Einzigartigkeit aus? Wenn wir mit diesen Fragen konstruktiv umgehen wollen, müssen wir das Vergleichen mit Anderen aufgeben – die Ableitung unseres Selbstwertgefühls aus dem Unterschied zu anderen Menschen. Die tiefste Antwort, die Menschen im Blick auf die Frage nach ihrer Identität finden können, liegt darin, sich als Glied am "Leib Christi" verstehen zu lernen – nicht als abstrakte Denkkategorie, sondern indem sie sich entsprechend ihrer geistlichen Gaben an der Gemeinschaft beteiligen.

Genuss Zweckmäßigkeit Völlerei

Der Genuss der guten Gaben, die uns Gott gegeben hat soll uns Freude bereiten. Wenn Menschen sich in der Kunst des Genießens üben und ihre Erfahrungen mit Anderen teilen, nehmen sie Teil an einer göttlichen Mission. Während Völlerei unsere eigene Wirksamkeit untergräbt, kann das Streben nach Genuss als Antrieb dienen, das eigene Leben zweckmäßiger zu gestalten. Die Schlüsselfrage lautet: Wie kann das, an dem ich arbeite, zu einer genussvollen Erfahrung für möglichst viele Menschen werden? 

Gerechtigkeit Liebe Wut

Gott selbst hat hohe Energie für Gerechtigkeit. Selbst wenn Menschen mit viel Energie in diesem Bereich immer wieder versucht sein mögen, dieser Energie durch Wut Ausdruck zu verleihen, die Lösung kann nicht darin bestehen, dem Motto zu folgen: "Beruhige dich.“ Jede Gemeinschaft benötigt diese Energie, um sich für eine bessere Welt zu engagieren. Gerechtigkeit ist ein zentraler Bestandteil dessen, was die Bibel als "Liebe" definiert. 

Intimität Inspiration Wollust

Die Energie der Intimität sollte niemals vernachlässigt oder unterdrückt werden. Menschen mit viel Energie in diesem Bereich können immens zum Aufbau von Gemeinschaft beitragen. Sie wissen, wie enge Beziehungen zu Gott und zu anderen Menschen hergestellt werden können. Diese Art von Intimität hat einen unmittelbaren Einfluss auf den Grad von Inspiration, die in einer Gruppe von Menschen erlebt werden kann.

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